Geschichte der Kirche
1746 Wasserflut und Wiederaufbau
Eine schlimme Wasserflut zerstörte das im Tal gelegene Dorf mitsamt der Kirche, die mannshoch unter Wasser stand und abgebrochen werden musste. In den kommenden Jahren wurde die Kirche wieder aufgebaut. Erbauer waren die Eheleute August Philipp von Brüggen und Magdalena Juliana Ertingen von Brüggen. Freiherr von Brüggen starb wenige Monate vor Fertigstellung der Kirche und wurde in der Kirche beigesetzt. Seine Grabplatte mit folgender Inschrift ist heute unter der Kanzel eingemauert:
Die Alte Kirche Die Gewaesser Ruiniret Dass
Diese Neue Must Von Grund Erbauet Seyn Hat
Seine Sorgfalt Auch Kaum So Weit Aufgeführet
Dass Mann In Diese Grufft In Konnte Sencken Ein.
Diese Neue Must Von Grund Erbauet Seyn Hat
Seine Sorgfalt Auch Kaum So Weit Aufgeführet
Dass Mann In Diese Grufft In Konnte Sencken Ein.
17. Oktober 1749 Kirchweihe
Am 17. Oktober 1749, also am 20. Sonntag nach Trinitatis, wurde die neue Kirche in Schatthausen eingeweiht.
1757 Erwerb der Orgel
1757 wurde von der lutherischen Kirche in Sinsheim eine Orgel gekauft, die um 1853 ersetzt wurde.
1904 Neubau des Turms
Im Dachreiterturm hingen zwei Glocken, die 1812 und 1845 gegossen wurden. Sein oberster Teil, die Kuppel, wurde am 22. September 1892 wegen völliger Schadhaftigkeit abgetragen. Der Stumpf, im Volksmund „S‘Gaardeheisl“ genannt, war unschön. Jahrelang wurden Baupläne erwogen, 1901 wurde der Turmbau beschlossen und 1903 begonnen. Die, vor allem auch in der Emporenanlage und an den Chorfenstern veränderte Kirche, wurde am Sonntag Trinitatis, im Juni 1904, in einem festlichen Gottesdienst dem Gebrauch übergeben.

Quelle: Felix Hoefer
1917 und 1920 Veränderungen durch den Krieg
1917 wurden die Zinnpfeifen der Orgel und die beiden größeren der drei Glocken für den Krieg abgegeben. Am 19. Dezember 1920 fand die Glockenweihe der drei neuen Gussstahlglocken statt.
1958 Neue Orgel
Im Jahre 1958 wurde das über 100 Jahre alte einmanualige Instrument, bei dem viele Töne oft den Dienst versagten, ausgebaut und 1962 durch eine Steinmeier-Orgel mit zwei Manualen und zehn Registern ersetzt.
1988 Innenrenovierung
Im Jahre 1988 erfolgte eine Innenrenovierung der evangelischen Kirche. Federführend war Restaurator Zopf aus Weinheim. Der Altar und die neue Kanzel entstanden nach den Entwürfen von Kirchenbauamtsleiter Wein, der auch für die Möglichkeit einer Beschallung der Kirche bei den Gottesdiensten sorgte.
















