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Schatthausen

Miteinander unterwegs sein, füreinander da sein
Visitation der Ev. Kirchengemeinde Schatthausen

Anfang November besuchte eine fünfköpfige Kommission aus dem Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz die evangelische Kirchengemeinde Schatthausen. Bei einer Visitation – so nennt man einen solchen Besuch, der alle paar Jahre stattfindet – wird von außen auf die Kirchengemeinde geschaut mit den Fragestellungen: Was läuft gut? An welcher Stelle könnte und sollte die Gemeinde in den kommenden Jahren weiterarbeiten? Eine Visitation hat somit die Aufgabe, die Besuchten durch Anerkennung der bisherigen Arbeit zu ermutigen und mit ihnen Ziele der künftigen Arbeit zu vereinbaren. Die Visitationskommission stand unter der Leitung von Dekanin Annemarie Steinebrunner. Der Kommission gehörten außerdem die Bezirkskirchenräte Dr. Jochen Beurer (Wiesloch), Ute Herold (Plankstadt), Pfarrer Christian Noeske (Ketsch) und Thomas Riewe (Ketsch) an.

Gemeindebeiratssitzung zu den Zielen
Gemeindebeiratssitzung zu den Zielen
Die Visitationswoche umfasste ein vielseitiges Programm mit vielen Gesprächen, mit unterschiedlichen Themenstellungen und mit verschiedenen Personenkreisen aus der Kirchengemeinde und dem Dorf. So begann die Woche mit einer Gesprächsrunde mit Ortsvorsteher Fritz Sandritter und dessen Stellvertreterin Elfriede Imbeck, um der Kommission einen Überblick über den Ort Schatthausen als Stadtteil der Stadt Wiesloch und die Herausforderungen als fast reine Wohngemeinde zu verschaffen. Auch ein Gespräch mit dem Patronatsherrn der Kirchengemeinde, Klaus Freiherr von Göler, war Bestandteil des Programms.

Nach der obligatorischen Pfarramtsprüfung, einem Einzelgespräch der Kommission mit der Pfarrerin, einer Gesprächsrunde mit den Vertretern der Kirchenmusik, der katholischen Kirchengemeinde um u.a. auch unsere ökumenischen Aktivitäten in den Blick zu nehmen, dem gemeinsamen Treffen der Kommission mit dem Gemeindebeirat, einem Rundgang durch die Gebäude der evangelischen Kirchengemeinde (Kirche, Pfarrhaus und Gemeindehaus), zur Beurteilung des baulichen Zustands. Ferner fanden Besuche der örtlichen Schnapsbrennerei Sandritter und des Aussiedlerhofes (ein Betrieb der Milchwirtschaft) der Familie Koch statt. Auch an der stimmungsvollen ökumenischen Taizé-Andacht in der katholischen Kirche nahm die Kommission teil. Das Besuchsprogramm fand dann am Donnerstagabend mit einer gemeinsamen Sitzung von Kommission und Kirchengemeinderat seinen offiziellen Abschluss.

In dieser Sitzung wurden gemeinsam unter Einbindung der Ergebnisse der Gesprächsrunde mit dem Gemeindebeirat die Ziele für die Entwicklung der Kirchengemeinde in den nächsten Jahren festgelegt. Die Kommission zeigte sich dabei mit dem aussagefähigen Visitationsbericht und den Ergebnissen der Visitation sehr zufrieden. „Mit Freude habe die Kommission in Schatthausen eine lebendige Gemeinde wahrgenommen, getragen durch engagierte haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende, die spürbar gerne gemeinsam unterwegs seien. Der Umgang miteinander werde von vielen als wertschätzend, einladend, verlässlich und familiär erlebt“, so Dekanin Annemarie Steinebrunner. Dies komme sehr gut in dem vom Kirchengemeinderat erarbeiteten Leitgedanken „Miteinander, füreinander – mit Zuversicht auf dem Weg“ zum Ausdruck.

Am Sonntag endete die Visitation mit einem festlichen Gottesdienst mitgestaltet vom Posaunenchor, einem gemeinsamen Chor aus Kirchenchor und Projektchor, Gemeindepfarrerin Angelika Haffner und einer Predigt des Kommissionsmitgliedes Pfarrer Christian Noeske. In seiner Predigt lobte Pfarrer Noeske das große Engagement der Kirchengemeinde und sprach über das Reich Gottes, an dem schon jetzt und hier die Menschen mitbauen sollen.

In der anschließenden Gemeindeversammlung stellte Dr. Jochen Beurer die im Laufe der Woche erarbeiteten Ziele der Kirchengemeinde für die nächsten Jahre vor. Einen schönen Abschluss fand die Visitation schließlich beim Kirchencafé Kastanie im Gemeindehaus mit netten Gesprächen und einem reichhaltigen Kuchen- und Tortenangebot der Konfirmanden. Bei dieser Gelegenheit bedankte sich der Kirchengemeinderatsvorsitzende Walter Funk bei allen Beteiligten, die mit großem persönlichen Einsatz zum Gelingen der Visitationswoche beigetragen hatten.